Vitamin C von der Fensterbank

Ein langer Winter bedeutet nicht unbedingt, dass das Essen auf unseren Tellern von Tag zu Tag schlechter wird. Wenn Sie heute anfangen, können Sie in nur wenigen Tagen Ihre ersten selbst angebauten Vitamin-C-Lieferanten und andere wertvolle Nährstoffe ernten!

Wissen Sie, welche Schätze in Keimlingen, Sprossen, Microgreens und jungen Getreidegräsern stecken? Das Anbauen dieser Kostbarkeiten ist wirklich ganz einfach: Sie können auf nur einem halben Quadratmeter Fläche und ohne aufwendige Ausrüstung mit der Arbeit beginnen.

Die Keimung ist ein Wunder der Natur. In Samen, die selbst überhaupt kein Vitamin C enthalten, wird dieser Stoff während der Keimung gebildet, genauso wie viele andere wertvolle Stoffe, die in den Samen von Getreide und Hülsenfrüchten zunächst nicht vorhanden sind.

Je nachdem, ob die Samen im Dunkeln oder am Licht keimen, entscheidet über ihre Zusammensetzung. Die blassen Keimlinge enthalten mehr Mineralien und die grünen mehr Chlorophyll und Vitamine. Sie selbst „zaubern“ genau das, was Sie brauchen, und alles, was Sie dafür benötigen, ist Wasser.

Keimlinge in Notsituationen

Im 18. Jahrhundert segelte der berühmte Kapitän James Cook über die Weltmeere und schützte seine Seeleute mit einem Sirup aus gekeimten Hülsenfrüchten vor der Vitaminmangelkrankheit Skorbut. Die Reise dauerte drei Jahre, doch er verlor kein einziges Besatzungsmitglied aufgrund eines Vitamin-C-Mangels.

Wir wissen heute, dass 100 Gramm Kidneybohnensprossen etwa 40 mg Vitamin C enthalten. Das bedeutet, dass der tägliche Bedarf an diesem Vitamin mit 50 g der Sprossen gedeckt werden kann. Radieschensprossen sind ebenfalls eine ausgezeichnete Vitamin-C-Quelle, sie enthalten etwas weniger Vitamin C (etwa 30 g), aber ihr Vorteil gegenüber Bohnensprossen besteht darin, dass sie vor der Verwendung nicht wärmebehandelt werden müssen.

Wie wäre es mit einem kleinen Garten direkt in Ihrer Küche? Die Sprossen brauchen nicht einmal viel Licht zum Keimen.

Wenn Captain Cook das gewusst hätte, hätte er die viel leichtere und günstigeren Luzerne-Samen (Alfalfa) anstelle von Bohnen genommen und seinen Seeleuten ein Superfood mit viermal so viel Vitamin C serviert. Wie Sie sehen, zählt Wissen!

Jede Menge Vitamin C

Wussten Sie, dass die USA während des Zweiten Weltkriegs ein Programm zum Schutz der Bevölkerung vor potenziellen Problemen bei der Lebensmittelversorgung entwickelt haben? Die Menschen wurden darüber informiert, wie man im Falle eines Versorgungsmangels Sprossen anbaut und verzehrt.

Diese Sprossen sind hervorragende Vitamin-C-Lieferanten: Alfalfa-, Linsen-, Bohnen-, Kichererbsen- sowie Kohl- und Radieschensprossen.

Auch Microgreens (etwas ältere Austriebe) enthalten ein Vielfaches an Vitaminen und Nährstoffen als die ausgewachsenen Pflanzen. Daher ist der Anbau von Sprossen eine ausgezeichnete Strategie für die Selbstversorgung mit „konzentrierten“ Delikatessen im Winter.

Anstatt „leeres“ Gemüse zu essen, das von weit entfernten Orten importiert und in Hydrokulturen angebaut wurde, sollten Sie lieber zu Samen, Getreide und Hülsenfrüchten greifen. Damit können Sie alles, was Sie brauchen, bei sich zu Hause ziehen.

 

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