Können Gewürze den Cholesterinspiegel senken?

Old spoons with spices on wooden backgroundHeute wird sehr viel über die Senkung des Cholesterinspiegels gesprochen. Oft hört man unterschiedliche Ratschläge, dass man mit Knoblauch, Schwarzkümmel, Schnittlauch und anderen Gewürzen schnell den Cholesterinspiegel senken kann. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Denn Gewürze können diese Beschwerden sehr viel ganzheitlicher beheben und nicht nur die Cholesterinmenge im Blut vermindern. Dabei ist besonders ihre antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von Bedeutung, aber auch ihr regulierender Einfluss auf den Blutzucker und die daraus folgende Verhinderung der Glykation der „Cholesterintransporter“ im Blutkreislauf.

Wenn Sie sich Sorgen machen, dass Sie eventuell einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag erleiden könnten, sollten Sie wissen, dass es eine ganze Reihe von Gewürzen gibt, die nachweislich eine blutverdünnende Wirkung haben und den Blutkreislauf verbessern. Einige dieser Gewürze erwiesen sich sogar als gute Unterstützung bei der Genesung, wenn es schon zu Verstopfungen und folglich zu einem Infarkt gekommen ist.

Was können Gewürze?

Einige Gewürze wurden von der Wissenschaft besonders intensiv untersucht (vor allem aufgrund des Interesses der Pharmaindustrie), weshalb man sehr genau weiß, wie und wodurch sie sich auf die Gesundheit unseres Blutkreislaufs auswirken. Im Buch „Eine Prise Gesundheit“ finden Sie die genauen Quellenangaben der Studien zu diesem Thema. An dieser Stelle können Sie einen kurzen Auszug aus dem Buch lesen:

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BASILIKUM

Das Eugenol im Basilikum verhindert eine Verklumpung der Thrombozyten im Blut.

Mit etwa 4 g Basilikum pro Tag (als Tee, in Salaten und Speisen) erreicht man eine Wirkung, die mit blutverdünnenden Medikamenten vergleichbar ist.

ZWIEBEL

Die Zwiebel ist eine der am genauesten erforschten Pflanzen im Bezug auf die Behandlung von Angina pectoris, die Verhinderung von Blutverklumpungen, die Senkung des Cholesterinspiegels und die Kontrolle des Blutdrucks. Die wichtigste Rolle dabei spielen die antioxidativen Inhaltsstoffe der Zwiebel, von denen insbesondere das Quercetin hervorsticht.

Dieser Stoff verhindert die Bildung von Blutverklumpungen und hemmt die Oxidation des Cholesterins.

Früher aß man zu Fett, Grieben und Speck immer Zwiebeln. Heute können die Wissenschaftler nachweisen, dass die Zwiebel bei fetten Speisen vor eventuellen gesundheitlichen Risiken schützt.

KNOBLAUCH

Schon die traditionelle Medizin geht davon aus, dass Knoblauch den Cholesterinspiegel senkt und degenerative Veränderungen an den Blutgefäßen sowie die Blutgerinnung verhindert.

Ein Teil seiner Wirkung wird dadurch erklärt, dass der Knoblauch in der Leber die Form des Cholesterins beeinflusst, damit es im Blut auf eine sichere Weise transportiert werden kann.

Am eingehendsten wurde die Wirkung des Knoblauchs in Bezug auf die Blutverdünnung untersucht. Laut den Feststellungen der Wissenschaftler wirkt Knoblauch ähnlich wie Aspirin® und zwar indem das Enzym COX die Bildung von Thromboxan verhindert.

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Chili regt den Blutkreislauf an, bewahrt die Elastizität der Blutgefäße und verhindert die Verklebung der Thrombozyten im Blut. Dazu tragen die Salicylate im Chili bei, vor allem Salicylsäure und Acetylsalicylsäure (Aspirin®). Obendrein wirken die Salicylate entzündungshemmend.

 

SCHNITTLAUCH

Einer der Phytosterole, die sich im Schnittlauch befinden, nennt sich beta-Sitosterol und erhöht den Stickstoffoxidgehalt im Blut. Das Stickstoffoxid sorgt für den Schutz und die ordnungsgemäße Funktion der Blutgefäße, denn es entspannt die glatten Muskeln in den Gefäßwänden und beschleunigt dadurch den Blutfluss in den Adern (African Journal of Biotechnology. 2011; 10 (13): 2536–2540 ).

Im Vergleich zu synthetischen Medikamenten, die zum gleichen Zweck eingesetzt werden, zeigte der Schnittlauch bessere Resultate bei der Regulierung des Stickstoffoxidgehalts im Blutkreislauf.

SENFKÖRNER

Senfkörner wirken sich positiv auf den Blutkreislauf aus und schützen das Herz. Sie unterstützen die Fettverbrennung und senken den Fett- und Cholesteringehalt im Blut. Wahrscheinlich unterstützt auch ihre blutzuckersenkende Wirkung den schützenden Effekt der Senfsamen. Dabei spielen sicher auch die Omega-3-Fettsäuren, die in den Senfkörnern enthalten sind, eine wichtige Rolle. Ihre Wirkung wurde sogar in einer randomisierte Einfachblindstudie an 1000 Patienten bestätigt.

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Auch Schwarzkümmel wird zur Blutverdünnung sowie zur Senkung des Cholesterinspiegels, der Triglyceride, des Blutdrucks und des Blutfetts eingesetzt.

Eine randomisierte und mit einem Placebo kontrollierte klinische Studie, die an 88 Personen mit einer Gesamtcholesterinkonzentration von 200 mg/dl (bzw. 5,2 mmol/l) durchgeführt wurde, ergab, dass ein halbes Gramm zerstoßender Schwarzkümmelsamen pro Tag schon nach vier Wochen messbare Unterschiede im Blut bewirkt. Die Konzentration des Gesamtcholesterins vermindertes sich in dieser Zeit um 5 %, die Triglyceride um 17 % und der LDL-Wert um 8 %. (Medicinal Archives. 2012; 66 (3): 198–200 )

ESTRAGON

Estragon wird nicht zufällig in Sahnesaucen verwendet. Denn genau bei dieser Art von Speisen kommt seine blutzuckersenkende Wirkung bestens zum Ausdruck. Außerdem erleichtert er die Verdauung von Eiweiß und schützt das Fett vor Schäden.

Estragon enthält viele Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe. Unter anderem auch Salicylsäure, die blutverdünnend und entzündungshemmend wirkt und deshalb Herz und Blutkreislauf schützt. Iranische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Estragon die Aggregation und die Adhäsion (Verklebung an den Blutgefäßwänden) der Thrombozyten erschwert (Journal of Ethnopharmacology. 2007; 114 (2): 194-198).

Interessant ist auch eine Studie, welche die Kraft des Estragons mit Bohnenkraut und Majoran vergleicht.

Alle drei Gewürze werden in der traditionellen Medizin als Antikoagulans eingesetzt.

Auch die Berechtigung dieser Anwendung konnte nachgewiesen werden, denn der alkoholische Estragon-Auszug verhinderte die Adhäsion der Thrombozyten zu 51 %, das Bohnenkraut zu 48 % und Majoran zu 40 %. Estragon wird daher sehr gerne bei Herz-Kreislaufkrankheiten eingesetzt (Vascular Pharmacology. 2008; 48 (1): 32-37).

SAFRAN

Schon Paracelsus empfahl den Safran zur Revitalisierung des Blutes. Wissenschaftler konnten belegen, dass der Stoff Crocetin im Safran den Körper auf unterschiedliche Weise beeinflusst: In einer Dosis von 400 mg senkt er leicht den Cholesterin- und Triglycerid-Spiegel im Blut, erhöht die Sauerstoffsättigung des Bluts, mindert Arteriosklerose und senkt den Blutdruck.

Wissenschaftler aus Südkorea empfehlen die Anwendung von Safran bei Personen mit Diabetes Typ II, denn er soll den Blutzucker und auch seine Absorption in die Muskeln regulieren.

 

Eine Prise 1 & 2

Eine starke, schützende Wirkung haben auch Dillsamen, Kümmel, Kurkuma, Melisse, Minze, Muskatnuss, Piment und Rosmarin. Mehr über die genauen Wirkungsmechanismen der einzelnen Gewürze sowie Hinweise zu ihrer Anwendung finden Sie in den Büchern „Eine Prise Gesundheit“ und „Eine Prise Weisheit“.

 

 

 

Hier finden Sie auch eine Vorschau der Bücher zum Blättern:

Band 1: Eine Prise Gesundheit – Die verborgenen Heilkräfte der Gewürze

Band 2: Eine Prise Weisheit – Das Geheimnis der Heilkraft der Gewürze

 

 

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