Die häufigsten Fehler bei der Stärkung des Immunsystems

Von vielen Präparate weiß man, dass sie das Immunsystem stärken. Jedoch wirken die Mittel auf unterschiedliche Art und Weise. Wenn man nicht weiß, wie sie wirken, kann es passieren, dass sie falsch und auch zur falschen Zeit verwendet werden.

Stellen Sie sich vor, Ihr Immunsystem wäre Ihre Armee. Sie können sie langfristig umorganisieren (strategische Maßnahmen), zusätzlich können körpereigene Funktionsweisen ausgebildet werden (taktische Maßnahmen) oder man steigert die Abwehrkräfte (operatives Niveau).

Langfristige Investitionen

Der häufigste Fehler ist, dass man von Präparaten, die langfristig wirken sollen, erwartet, dass sie über Nacht wirken. So beginnen viele Leute, wenn sie eine Erkältung erwischen, Fieber oder irgendeine Entzündung haben, Algen, Gerstengras oder Aloe Vera einzunehmen – in der Hoffnung, dass diese Arzneien schnell helfen. Wenn nach zwei Tagen noch keine Wirkung zu erkennen ist, nehmen sie fälschlicherweise an, dass solche Präparate wertlos seien.

Wenn es regnet, verwenden Sie einen Regenschirm oder suchen irgendwo Unterschlupf. Das ist nicht der Moment, wo Sie beginnen ein Haus zu bauen, dass Sie gut vor Regen schützt. Wenn man das bildlich in die Sprache der Nahrungsergänzungsmittel überträgt, dann kommt Superfood ins Spiel, das in Bezug auf den Aufbau eines starken Immunsystems sehr wertvoll ist, und welches uns wie ein massives Haus vor Unwettern schützt. Das braucht jedoch Zeit. Es sollte Sie keinesfalls überraschen, dass Algen, Gerstengras, kaskadisch fermentierte Getränke oder Aloe Vera, eine gewisse Zeit brauchen, bis sie ihre gewünschten Dienste leisten und ihre Wirkung entfalten.

Auch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Stärkung des Immunsystems. Immer mehr Studien zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen dem Absinken des Vitamin D-Spiegels und der Anfälligkeit für Erkältungen im Winter. Weil es bis zu einer neuerlichen Dosis an Sonnenstrahlen noch lange dauert, können Sie sich in den Wintermonaten auch mit der Einnahme von zusätzlichem Vitamin D helfen. Vermeiden Sie synthetisch hergestelltes Vitamin D, da es laut Meinung vieler unabhängiger Wissenschaftler im Körper genau die entgegengesetzte Wirkung zeigt, als Sie sich wünschen würden.

Bei richtiger Anwendung brauchen die erwähnten Präparate mindestens eine Woche Zeit, um die Grundlage für ihre Wirkung herzustellen, und dann beginnen sie das Immunsystem langsam und messbar zu stärken. Untersuchungen zeigen, dass gute Präparate unsere Abwehrkräfte über einen Zeitraum von 4-6 Wochen um rund 40% verbessern können.

All dies sind also nur einige Maßnahmen, wie Sie sich aus einem durchnässten Zelt heraus und unter einen stabilen Schutzschirm begeben können, der Sie vor allen möglichen pathogenen Organismen (Krankheitserregern) schützt. Beginnen Sie noch heute, damit Sie sich in einem Monat besser fühlen!

Aber was tun, wenn Sie noch heute eine Erkältung erwischen? Dann brauchen Sie sofortige Hilfe.

Schnelle Maßnahmen!

Auch in solchen Situationen gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist, dass wir dem Organ, das am meisten beeinträchtigt ist, zu einer normalen Funktion verhelfen. Die zweite Möglichkeit ist, dass wir etwas einnehmen, dass direkt gegen die Mikroben ankämpft und deren Anzahl verringert.

https://zazdravje.s3-accelerate.amazonaws.com/001/Fotolia_118314465_Subscription_Monthly_M-356x220.jpgDie Mehrheit der untersuchten Viren, die für winterliche Unannehmlichkeiten sorgen, weisen ähnliche Verhaltensmuster auf. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sie beim Eintritt in den Körper im Mund-, Nasen- und Rachenbereich hängen bleiben. Dort sammeln sie sich, vermehren sich und bereiten einen „Einmarsch“ durch den Magen vor. In vielen Fällen bleiben sie 6-12 Stunden in den Schleimhäuten, bevor sie weiter vordringen. Das bedeutet, dass eine „Reinigungsaktion“, die zweimal täglich in unserem Körper durchgeführt wird, die meisten Viren zerstört, noch bevor sie größeren Schaden anrichten können.

Den Stimmbändern und Sehnen im Hals hilft man mit dem Lutschen von Tabletten aus Alpenmoos oder Isländisch Moos, weil damit der Belag gestärkt wird, der die Schleimhäute und Sehnen vor dem Austrocknen schützt. Wenn man Honig mit Zimt oder Honig mit Ingwer lutscht, mit Salzwasser, Salbeitee, Molkosan oder einem Ingweraufguss gurgelt, werden regelmäßig mögliche Viren und Bakterien ausgespült und zerstört, noch bevor sie eine kritische Masse erreichen, um Schaden anzurichten.

Wenn Nase und Nebenhöhlen verstopft sind, kann man sich mit Inhalationen, Nasensprays aus Meersalz oder dem natürlichen Arzneimittel Sinupret helfen. Diese Mittel halten die Nebenhöhlen frei und sorgen dafür, dass keine Bedingungen für eine sekundäre bakterielle Infektion geschaffen werden.

Ein alkoholischer Auszug aus amerikanischem Strohhut (Echinacea) aus ganzen, frischen Pflanzen wirkt doppelt: auf lokaler Ebene wird der Feind zerstört und gleichzeitig wird das Immunsystem angeregt, in solchen Situationen optimal zu reagieren.

Ein Großteil der angeführten Arzneimittel, die bei akuten Krankheiten wirken, stärken unser Immunsystem nicht dauerhaft. Deswegen sollten sie nicht täglich und über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Die meisten dieser Mittel enthalten nämlich keine Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Stoffe, die entsäuern, entschlacken oder auf andere Weise dazu beitragen, unser Immunsystem zu stärken.

Somit ist es am vernünftigsten, langfristige und kurzfristige Maßnahmen miteinander zu kombinieren, um somit jeden Tag fitter zu werden.

Text: Sanja Lončar

 

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